BilfenTalks Inhaltsrichlinien
BilfenTalks ist eine Plattform, die den Austausch wertvoller Ideen in den Mittelpunkt stellt. Als Kuratorinnen, Kuratoren und Mitwirkende dieser Plattform tragen wir gemeinsam die Verantwortung, einen vertrauenswürdigen, verantwortungsvollen und universellen Werten verpflichteten Raum für Austausch zu schaffen.
Diese Richtlinien sollen die Mission und Werte von BilfenTalks schützen und sicherstellen, dass Ideen aus einer globalen Perspektive ethisch, verantwortungsvoll und glaubwürdig geteilt werden.
Grundsatz 1: Keine kommerziellen Absichten
Wenn es für den Kontext eines Vortrags notwendig ist, dass die Sprecherin oder der Sprecher kurz erläutert, in welchem beruflichen Umfeld sie oder er tätig ist, ist dies zulässig. Die Bühne von BilfenTalks darf jedoch nicht für die Bewerbung von Produkten oder Dienstleistungen, für Buchvermarktung oder für die Einwerbung von Investitionen oder Fördermitteln genutzt werden.
Unternehmerinnen, Unternehmer und Vertreterinnen und Vertreter der Wirtschaft können bei BilfenTalks auftreten, sofern der Kern ihres Vortrags eine Idee, ein Lernprozess oder eine Erkenntnis ist. Verkauf von der Bühne aus ist nicht zulässig.
BilfenTalks ist keine Plattform für professionelle Motivationsredner oder sogenannte „Dauersprecher“. Die grundlegende Faustregel lautet: Wenn sich ein Vortrag wie Werbung anfühlt, handelt es sich höchstwahrscheinlich um Werbung.
Grundsatz 2: Keine politischen Agenden oder aufwiegelnde Rhetorik
Politik, gesellschaftliche Themen und öffentliche Angelegenheiten sind ein wesentlicher Bestandteil globaler Diskussionen. Die Bühne von BilfenTalks ist jedoch kein Raum zur Verteidigung oder Ablehnung politischer Parteien, politischer Führungspersonen oder ideologischer Positionen.
Sprecherinnen und Sprecher dürfen nicht:
- politische Parteien oder Führungspersönlichkeiten unterstützen oder angreifen,
- Gewalt, Diskriminierung oder Unterdrückung fördern.
Stattdessen wird erwartet, dass sie sich auf konkrete Probleme, konstruktive Lösungsansätze und differenzierte Perspektiven konzentrieren.
Bei Themen mit hohem Polarisierungspotenzial, wie beispielsweise Abtreibung oder Waffenregulierung, ist besondere Sensibilität geboten. Anstelle einer „Wir gegen sie“-Rhetorik sollte eine Sprache gewählt werden, die Dialog, Ausgleich und mehrdimensionales Denken fördert. Die Sensibilitäten eines globalen Publikums sind stets zu berücksichtigen.
Grundsatz 3: Keine religiöse oder glaubensbasierte Beeinflussung
Vorträge, die darauf abzielen, die Richtigkeit oder Überlegenheit einer bestimmten Religion, eines Glaubenssystems, eines Gottes oder auch des Nichtglaubens (z. B. Atheismus oder Agnostizismus) zu beweisen oder zu propagieren, sind bei BilfenTalks nicht zulässig.
Ebenso ist bei Ansätzen mit fragwürdiger wissenschaftlicher Grundlage besondere Vorsicht geboten, darunter:
- sogenannte New-Age-Glaubensrichtungen,
- Konzepte wie Quantenbewusstsein, Gaia-Theorie oder Archaeoastronomie,
- Darstellungen spiritueller „Erleuchtung“ durch Substanzgebrauch.
Sprecherinnen und Sprecher können ihre persönlichen Überzeugungen ehrlich benennen. Diese Überzeugungen zu verbreiten, andere davon zu überzeugen oder alternative Glaubensrichtungen herabzusetzen, entspricht jedoch nicht dem Geist von BilfenTalks.
Grundsatz 4: Wissenschaftliche Genauigkeit ist unerlässlich
BilfenTalks bietet Wissenschaftlerinnen, Wissenschaftlern und Fachleuten einen vertrauenswürdigen Raum, um ihre Ideen mit einer breiten Öffentlichkeit zu teilen. Daher sind wissenschaftliche Integrität und die Achtung wissenschaftlicher Methoden unverzichtbar.
Die Abgrenzung zwischen Wissenschaft und Pseudowissenschaft ist nicht immer eindeutig. Mit zunehmender Entfernung von wissenschaftlichen Grundlagen steigt jedoch das Risiko, aufmerksamkeitsstarke, aber irreführende Behauptungen aufzustellen. Insbesondere bei Vorträgen, die wissenschaftliche Terminologie verwenden, ohne von ausgewiesenen Fachpersonen präsentiert zu werden, ist erhöhte Sorgfalt erforderlich.
Wissenschaftlich formulierte Aussagen müssen:
- experimentell überprüfbar sein,
- in anerkannten, peer-reviewten Fachzeitschriften veröffentlicht worden sein,
- auf von der Fachwelt akzeptierten Theorien beruhen,
- durch ausreichende und überzeugende empirische Daten gestützt werden,
- Unsicherheiten sowie weiteren Forschungsbedarf offen anerkennen,
- nicht im klaren Widerspruch zum etablierten wissenschaftlichen Kenntnisstand stehen,
- von fachlich qualifizierten Personen mit entsprechender akademischer Kompetenz präsentiert werden,
- Respekt gegenüber wissenschaftlicher Methodik und kritischem Denken zeigen.
Nicht akzeptiert werden insbesondere Behauptungen, die:
- zu vage oder mystisch sind, um überprüft zu werden,
- von anerkannten Fachwissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern nicht ernst genommen werden,
- auf nicht reproduzierbaren Experimenten beruhen,
- unzureichende Daten zur Stützung theoretischer Aussagen liefern,
- übermäßig selbstsicher und nicht hinterfragbar präsentiert werden,
- wissenschaftliche Erkenntnisse stark vereinfachen oder verfälschen,
- unklare oder irreführende Begriffe verwenden (z. B. „Quantenbewusstsein“, „persönliche Energiefelder“, „Kristallheilung“),
- evidenzbasiertes Denken ablehnen oder die wissenschaftliche Methode herabsetzen.